Biologische Abwasserreinigung

Bestandteile einer Anlage zur biologischen Abwasserreinigung

OKO-tech ist Spezialist für die industrielle Abwasserreinigung und bietet kundenspezifische Abwasseraufbereitungslösungen aus einer Hand. Für eine integrierte biologische Abwasserreinigung verwendet das Unternehmen innovative Partnertechnologien, die auf die Anforderungen industrieller Abwässer abgestimmt sind. Diese sind in der Regel der konventionellen Industrieabwasserreinigung nachgeschaltet. Durch diese Zusammenarbeit entstehen Ready-To-Install-Lösungen für jede Anforderung. In den schlüsselfertigen Anlagen sind beispielsweise auch chemisch-physikalische Technologien für die Vorbehandlung sowie Maßnahmen zur Kreislaufwassernutzung bereits enthalten.

OKO-tech-Wasseraufbereitungsanlagen

  • sind flexibel und passen sich aufgrund innovativer Sensorik automatisch und sicher an wechselnde Abwasserbelastungen an
  • bereiten das Abwasser so vor, dass eine kurze Adaptionszeit der Biomasse in der nachfolgenden biologischen Reinigung gewährleistet ist

So funktioniert die biologische Abwasserreinigung:

Eine „biologische Abwasserreinigung“ vollzieht sich in der Natur im Idealfall von ganz allein. Organische und anorganische Abwasserinhaltsstoffe, wie Ausscheidungsprodukte oder tote Pflanzenteile, werden durch die Stoffwechseltätigkeit von Mikroorganismen in Biomasse umgewandelt. Damit die Mikroorganismen durch ihre Stoffwechseltätigkeit diese Abwasserinhaltsstoffe umwandeln können, benötigen sie in der Regel Sauerstoff. Daher ist der richtige Sauerstoffgehalt des Schmutzwassers eine wichtige Voraussetzung für die aerobe biologische Abwasserreinigung. Erst wenn der Sauerstoffgehalt abnimmt, können anaerobe Verhältnisse bewirken, dass Gewässer in der Natur „kippen“ und Faulstoffe entstehen. Wenn man von aerober biologischer Abwasserreinigung im Industriebereich spricht, meint man also die Zugabe von Sauerstoff, um kohlenstoffhaltige (organische) Abwasserinhaltsstoffe abzubauen. Die aerobe Abwasserreinigung kann in Kombination mit weiteren Abwasserreinigungsverfahren auch effizient im Industriebereich eingesetzt werden. Sie lohnt sich immer dann, wenn hohe CSB- und BSB-Werte vorhanden sind.

CSB-, BSB- und TOC/DOC-Werte

Die organische Belastung des Abwassers wird mit den Parametern CSB (=chemischer Sauerstoffbedarf), BSB (=biologischer Sauerstoffbedarf) und dem TOC/DOC-Wert (=total/dissolved organic carbon; deutsch=gesamter/gelöster organischer Kohlenstoff) beschrieben. Der CSB gibt die Menge an Sauerstoff an, die zu einer chemischen Oxidation der vorhandenen Schmutzpartikel benötigt würde; der BSC gibt die für den biologischen Abbau nötige Sauerstoffmenge an. Der TOC/DOC-Wert gibt die Summe des gesamten und des gelösten organischen Kohlenstoffs in einer Abwasserprobe an. Er dient als Parameter für die Beurteilung der organischen Schadstoffmenge, die im Abwasser enthalten ist, gibt aber keinen Hinweis auf die biologische Abbaubarkeit. Dies gilt genauso für den CSB-Wert. Das Verhältnis von CSB zu BSB lässt eine erste Einschätzung der biologischen Abbaubarkeit zu. Bessere Aussagen zur biologischen Abbaubarkeit können mit Hilfe des Zahn-Wellens-Test getätigt werden, wobei in einem Labortest die aerobe biologische Abbaubarkeit mit Hilfe von Belebtschlamm in einem 4-wöchigen Versuch ermittelt wird.

Berücksichtigt man bei der Kalkulation auch CSB-abhängige Zuschläge, CSB-Grenzwerte oder CSB-Frachtbegrenzungen, kann der biologische Abbauprozess die Gesamtkosten der Abwasserentsorgung in der Industrie deutlich reduzieren: Die Entsorgungskosten fallen niedriger aus und die finale Reinigungsstufe ist erheblich einfacher durchzuführen.