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über Grenzwerte / EU-Richtlinien Abwasser

Auf europäischer Ebene wurden in der Wasser-Rahmen-Richtlinie (WRRL) (Richtlinie RL 2000/60/EG) vom 23. Oktober 2000 die Umweltziele für alle Mitgliedstaaten verbindlich erklärt. Eine dort beschriebene Absicht war, bis Ende 2015 alle Oberflächengewässer und Grundwässer in einen guten Zustand zu versetzen. Leider wurde dies in keinem europäischen Mitgliedstaat erreicht, auch nicht in Deutschland. Deshalb wurde eine neue Frist für dieses wichtige Ziel gesetzt und soll jetzt am 22.12.2021 realisiert sein. Dafür ist insbesondere die Reinigung belasteter Abwässer erforderlich, um die europäischen Gewässer vor schädlichen Einleitungen zu schützen.

Jede Abwassereinleitung bedarf in Deutschland einer wasserrechtlichen Genehmigung auf Grundlage von § 57, 58 bzw. 59 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) des Bundes. Da die wasserrechtliche Hoheit bei den Bundesländern liegt, finden sich die jeweils bindenden Paragrafen in den lokalen Landeswassergesetzen (LWG). Für die wasserrechtliche Genehmigung zur Indirekteinleitung sind in der Regel die Unteren Wasserbehörden der Kreise beziehungsweise kreisfreien Städte zuständig.

Innerhalb Deutschlands sind die Anforderungen an das Einleiten von Abwasser über die Abwasserverordnung (AbwV) in der jeweils gültigen Fassung geregelt. Hier werden über die Anhänge 1 bis 57 (Stand 17. Juni 2004) die Anforderungen und Grenzwerte für Abwässer getrennt nach Herkunft oder Art definiert.