Lebensmittelindustrie

Abwasserreinigung in der Lebensmittelindustrie

In der Lebensmittelindustrie gelten strenge Hygienevorschriften während des gesamten Fertigungsprozesses. Die Normen und Standards der Lebensmittelhygiene-Verordnung sind sowohl bei der Produktion von Lebensmitteln als auch bei der Reinigung der Produktionsanlagen zu beachten. So muss das Wasser, das für das Reinigen von Produktionsanlagen verwendet wird, meist Trinkwasserqualität aufweisen. Diese Wasserqualität ist durch eine interne Wasseraufbereitung in der Regel nicht zu erreichen. Daher zielt die Abwasserbehandlung in der Lebensmittelbranche in erster Linie darauf ab, das gebrauchte Wasser vorzureinigen und für eine den Richtlinien entsprechende Einleitung in das bestehende Abwassersystem vorzubereiten.

Welche Möglichkeiten gibt es für die Vorreinigung des Abwassers in der Lebensmittelindustrie?

Typische Wasserverunreinigungen, die bei der Herstellung von Lebensmitteln entstehen, sind Anreicherungen des Wassers mit organischen Stoffen, wie pflanzlichen oder tierischen Fetten und Ölen. Sie gelangen meist beim Reinigen der Produktionsanlagen ins Abwasser. Um die Grenzwerte für die Einleitung in das Abwassersystem nicht zu überschreiten, reicht es häufig, freie Fette und Öle mithilfe eines Fettabscheiders zu entnehmen.

Dies ist jedoch nicht immer möglich. Bedingt durch hohen Druck und Hitze beim Reinigen (beispielsweise durch einen Hochdruckreiniger) oder den Einsatz von Waschmitteln (Tensiden) emulgieren Fette und Öle. In dieser Form können sie nicht mehr so leicht vom übrigen Wasser getrennt werden und eine Wasserreinigung durch einen Fettabscheider allein ist in diesem Fall nicht mehr ausreichend.

Damit die Einhaltung der rechtlich vorgeschriebenen Grenzwerte im Abwasser dennoch gelingt, kann der Weg des Abwassers durch die Installation einer Flotationsanlage von OKO-tech ergänzt werden. Der Fettabscheider entfernt zunächst nicht emulgierte Fette. Die nachgeschaltete Flotationsanlage reinigt das Abwasser von weiteren Verunreinigungen, wie emulgierten organischen Stoffen oder Reinigungsmitteln und bereitet es für die gesetzeskonforme Indirekteinleitung vor.

Sicherheit und Know-How bei der gesetzeskonformen Indirekteinleitung

Bei der Einleitung von Abwässern in das vorhandene Abwassernetz sind Grenzwerte für Fette und Öle (lipophile Stoffe) zuverlässig einzuhalten. Dafür bietet OKO-tech als zertifizierter Fachbetrieb nach WHG (Wasserhaushaltsgesetz) qualifizierte Lösungen, Service und Beratung. Aufgrund ihrer Modularität sind OKO-tech Anlagen flexibel und platzsparend einsetzbar. Auf Wunsch übernimmt OKO-tech auch die jährliche Wartung Ihrer Abwasseraufbereitungsanlage.

In der Lebensmittelindustrie haben Hygienevorschriften höchste Priorität. Alle lebensmittelherstellenden oder -verarbeitenden Betriebe sind an die Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) gebunden, nach der jeder Prozessschritt der Produktion strengen Sicherheits- und Hygienevorschriften unterliegt.

Das für die Herstellung von Lebensmitteln eingesetzte Wasser muss Trinkwasserqualität aufweisen. Eine Wiederaufbereitung und erneute Nutzung des Wassers innerhalb des Produktionsprozesses, wie in anderen Branchen üblich, ist aufgrund des hohen Qualitätsstandards des Wassers nicht möglich. Es werden daher in der Lebensmittelindustrie große Wassermengen benötigt. Generell ist somit der Wasserverbrauch einer der höchsten Kostenfaktoren dieser Branche.

Wenn man von Abwasseraufbereitung in der Lebensmittelindustrie spricht, meint man meist die Vorreinigung des Abwassers, damit die Grenzwerte für eine gesetzeskonforme Einleitung in das vorhandene Abwassersystem erreicht werden.

Die deutsche Abwasserverordnung AbwV gibt für die verschiedenen Lebensmittel-Produktionszweige, wie zum Beispiel die Milchverarbeitung, Ölsaatenaufbereitung, Herstellung von Obst- und Gemüseprodukten, Herstellung von Erfrischungsgetränken, Fischverarbeitung oder Kartoffelverarbeitung ganz unterschiedliche Regelungen vor. Die unterschiedlichen Direktiven lassen erkennen, dass es sich jeweils um ganz unterschiedliche Verschmutzungen und Belastungen handelt. 

Im Allgemeinen kann man jedoch festhalten, dass Abwässer, die in der Lebensmittelindustrie anfallen, eine hohe Konzentration an organischen Stoffen aufweisen. Ob Großbäckerei, Getränkeindustrie, Molkerei, Schlachterei oder Olivenölproduktion: je nach Art der Anlage entsteht bei der Herstellung von Lebensmitteln oder bei der Reinigung von Maschinen und Anlagen ein mehr oder weniger hoch mit organischen Stoffen befrachtetes Abwasser. Die Konzentration organischer Stoffe im Abwasser wird über den CSB-Wert ermittelt. CSB ist die Abkürzung für „Chemischer Sauerstoffbedarf“ und bezeichnet die Menge an Sauerstoff, die zum Abbau der organischen Verunreinigungen benötigt wird. Der CSB-Wert wird in mg/Liter angegeben.

Für die Ermittlung des Wertes wird eine Abwasserprobe in schwefelsaurer Lösung unter Zugabe von Oxidationsmittel gekocht. Aus der Menge des zugegebenen Oxidationsmittels wird die Menge des verbrauchten Sauerstoffs errechnet. Die Bestimmung erfolgt heutzutage mittels moderner Küvettentests unter Einsatz eines Photometers einfach und sicher.

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Fallstudie Lebensmittelindustrie

Hier können Sie eine Fallstudie zur Abwasserbehandlung in der Lebensmittelindustrie herunterladen.

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